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Felix-Mendelssohn-Bartholdy

Gymnasium

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Vertigo

Die Ausstellung „Vertigo" wurde am 10. April 2025 in Haus 3, Margarethe-Sommer-Straße eröffnet und war ein voller Erfolg. Die Vernissage zog zahlreiche kunstinteressierte Besucherinnen an, die sich die beeindruckenden Werke der Schülerinnen und Schüler nicht entgehen lassen wollten.

 

Das Projekt wurde im Rahmen des Kurses Künstlerische Strategien in der 11. Klasse konzipiert und unter der Leitung von Nicolas Rossi realisiert. Dabei wurden die komplexen und oft unsichtbaren Themen der Neurodivergenz und psychischen Gesundheit durch künstlerische Ausdrucksformen thematisiert und reflektiert. Unterstützt wurde das Projekt von Jakub Šimčik, einem bildenden Künstler und Performer, sowie von Nicole Florschütz, einer psychologischen Psychotherapeutin.

Werke der Schülerinnen und Schüler

Werke der Schülerinnen und Schüler

Werke der Schülerinnen und Schüler

Im Zentrum des Projekts stand die Auseinandersetzung mit der Vielfalt neurodivergenter Wahrnehmung, der Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen und der Schwierigkeit, inneres Erleben nach außen zu kommunizieren. In einem intensiven Workshop-Prozess setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Erfahrungen, Ängsten und Wahrnehmungen auseinander und entwickelten kreative Werke, die den Blick auf das Unsichtbare und oft Verdrängte richten – die Herausforderungen und Erlebnisse von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder neurodivergentem Erleben.

 

Inspiriert durch die Ausstellung „Disruptions" im Kunstraum HAUNT, die von der Künstlerin und ehemaligen Professorin Alba D'Urbano kuratiert wurde, nahmen die Teilnehmenden dieses Thema auf und entwickelten durch ihre Arbeiten eine tiefere Auseinandersetzung mit den emotionalen und sozialen Aspekten von Neurodivergenz. Die Werke, die in der Ausstellung präsentiert wurden, sprechen die Vielzahl individueller Erfahrungen und Perspektiven an und laden die Betrachter*innen dazu ein, über gesellschaftliche Normen, Vorurteile und die Auswirkungen dieser auf neurodivergente Menschen nachzudenken.

 

Sichtbar machen, was unsichtbar ist – Neurodivergenz trifft Kunst

 

Werke der Schülerinnen und Schüler

Werke der Schülerinnen und Schüler

Die Werke der Schülerinnen und Schüler:

Alia Hammoudah beschäftigte sich in ihrer Soundarbeit „Der Raum" mit den Themen Isolation und das Unheimliche, die mit dem Anderssein und inneren Ängsten verbunden sind. Solea Klein thematisierte in „Vincents Realität" die Wahrnehmung von Neurodivergenz durch die Linse vermeintlicher Normalität und nahm Bezug auf Vincent van Gogh, der vermutlich an einer psychischen Erkrankung litt. Lilli Koch setzte sich in „Gefesselt im Kopf" mit der inneren Zerrissenheit bei einer Zwangsstörung auseinander. In ihrer Arbeit „visibility" zeigte Martha Schram, wie die Wahrnehmung von neurodivergenten Menschen in der neurotypischen Gesellschaft oft von Vorurteilen geprägt ist. Klara Schneider stellte in ihrem Experimentalvideo „unfiltered world" die sensorische Überlastung dar, die viele neurodivergente Menschen erleben. Leni Körner thematisierte in ihrem Video-Essay „overlooked Minds" die vielschichtige Wahrnehmung neurodivergenter Menschen. Joschi Jarmatz setzte sich in seiner Installation „Verlorene Frequenz" mit der Problematik von Menschen mit Hyperintelligenz auseinander. Mit „Welcome to the circus" thematisierte Ole Rehmer den Verlust der Kontrolle über Emotionen, die häufig mit Neurodivergenz oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder bipolaren Störungen einhergeht. Miro Dessin reflektierte in seiner Mockumentary „ad hominem" die Wahrnehmung von Neurodivergenz. In seinem Werk „1 of 7" beleuchtete Teo Alarcón die Unsichtbarkeit von Neurodivergenz. Ava Eden brachte in ihrer Grafik „Reizfeld" das Thema der verstärkten Reizwahrnehmung auf den Punkt. Roxy Zinell beschäftigte sich in ihrem Gemälde „Tiefes Blau" mit der Isolation und Einsamkeit, die viele Menschen mit ADHS erleben. Tereza Kache thematisierte in ihrer Installation „(Be-)Lastende Verbindung" das Gefühl der emotionalen Abhängigkeit und Instabilität zwischen zwei Menschen. Roda Riha setzte sich in ihrer Videoinstallation „7 Stunden" mit Mysophobie auseinander und reflektierte die gesellschaftliche Reaktion auf eine betroffene Person im Schutzanzug. Claudio Grusnick thematisierte in seiner Installation „Ab Wind" die emotionalen Extreme von Bipolarität und die sich abwechselnden Phasen von Euphorie und tiefer Depression. Lio Kornath erschuf in seiner Rauminstallation „5,8 Millionen Kilometer" ein Nervennetz, das als Symbol für die äußeren Barrieren neurodivergenter Menschen dient. Miro O. entwickelte das Videospiel „Ikarus", das sich mit den Herausforderungen neurodivergenter Menschen im Alltag und der Auseinandersetzung mit sozialen Normen beschäftigt.

 

Das Projekt wurde großzügig vom Förderverein der Schule unterstützt.

 

Werke der Schülerinnen und Schüler

Werke der Schülerinnen und Schüler

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Veröffentlichung

Do, 10. April 2025

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